Samstag, 10. Dezember 2016

Quarter life crisis

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Etwas länger ist es her, dass ich meinen Blog ein Update verpasst habe. Dafür bin ich aber auf YouTube mehr aktiv. Habe letzten Monat mein Studium (fast abgeschlossen) und irgendwie ist dieses Jahr an mir vorbeigerauscht. Keine extremen, sondern ein solides Jahr. Natürlich ist der Abschluss eines Studiums ein Hoch aber da es akademisch oder beruflich irgendwie immer ein kleines Hoch gab (Abi, Ausbildung, erste richtig gute Jobs, Studium), kann ich keine extremen Freuden mehr für mich selbst fühlen. Wahrscheinlich habe ich es im Kopf schon so oft erlebt und war mir immer sicher, dass ich alle Hürden meines Lebens packe, dass mein Gehirn zwischen Erlebten und Gedachten nicht mehr unterscheiden kann. (PS: das kann das Gehirn wirklich nicht). Überhaupt gehöre ich zu der Gattung Mensch, die ihre Freuden moderat für sich selbst feiert. Ich war da schon immer eher der bescheidene Mensch. Aber umso mehr freue ich mich dann für andere Mitmenschen auf eine übertriebe Art und Weise. Beispielhaft wenn ich geile Geschenke kaufe und mir vorstelle wie sich der Mensch darüber freut, dann macht das mit mir etwas ganz komisches. Keine Ahnung was bei mir kaputt ist. Es ist nicht das einzige. Haha.
Umso mehr fühle ich mich an so einem Punkt in meinem Leben, wo alle auf mich starren und hoffnungsvoll meine nächsten Pläne hören möchten. Und genau an diesem Punkt bin ich etwas planlos. Rita Ora würde es eine "quarter life crisis" nennen, mein Freund eine "alle 7 Jahre ändert sich der Mensch - Phase. Ich hoffe inbrünstig, dass es bloß irgendeine Phase ist und das mir der grandiose Einfall noch kommt. Aber mir gibt es ein bisschen Hoffnung, dass der Franchise Gründer von Kentucky Fried Chicken mit knapp über 80 Jahren sein Billionen Geschäft gegründet hat. Somit hätte ich noch ungefähr 60 Jahre Zeit.
Das Gute ist, dass ich mittlerweile eine realistische Einschätzung meiner Fähigkeiten habe und weiß was ich kann und was absolut nicht. Und wie sagt man so schön: Stärke deine Stärken und schwäche deine Schwächen. So bin ich ein sehr pragmatischer Mensch. Für mich gibt es keine allzu komplexen Probleme, sondern einfache Lösungen. Und da ich kein perfektionist bin, ist jeder Schritt vorwärts eine Bewegung nach vorn.
Ein Vorteil hat mein Schwebezustand. Es macht mir niemand Druck. Ich habe viele Freundinnen gesehen, die aus Druck in "zum Scheitern verurteilte" Ehen eingegangen sind. Ich habe Menschen gesehen, die sich jeden Tag in ihre Arbeit stürzen und vermutlich alleine ins Bett gehen und gerade mal so über die Runden kommen. Ich habe Menschen gesehen, die sich kaum nach vorn bewegen weil ihre Gedanken sie davon abhält ihr Potenzial zu entfalten.
Und hier bin ich in meinem Schwebezustand und mir geht es trotzdem gut weil ich weiß, dass egal welchen Weg ich einschlagen werde, es ein erfolgreicher Weg werden wird. Weil ich an mich glaube und an mir arbeite. Weil ich weiß, dass ich noch so viel lernen werde und dieser Prozess, die Essenz des Lebens ausmacht. Ich will lachen, weinen, mein Herz brechen lassen, mich selbst ermutigen, aufstehen, weiter machen, Freunde verlieren, Freunde dazugewinnen.
Ich hoffe, dass euch dieser Post ermutigt.



Kommentare:

  1. Hay Mehtap ,
    dein Post ist super ermutigend ,weil du es Gefühl für mich aus deinem inneren geschrieben hast!
    Unglaublich gut ,dass du hier in so einer Scheinwelt so normal redest!
    Die meisten unterliegen den gesellschaftlichen Normen und Versagen !
    Du hast die Frauenpower 😍

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    1. Jeder von uns hat mit seinen Gedanken zu kämpfen, deswegen ist es ganz nett die auch zu teilen. Freut mich wirklich sehr, dass es dir gefällt!

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  2. Ich kann mich so in dich reinfühlen, aber heutzutage geht es uns allen wohl ähnlich. Damals hatte man keine Wahl, man musste irgendwie weitermachen und es musste laufen. Heute wird uns viel zu sehr die Wahl gelassen, was zu Kriesen führen kann.

    Alles Liebe www.selinsfashiondiary.blogspot.de

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  3. Schon als du letztens auf Snapchat sagtest, dass du kein Perfektionistischer Mensch bist, habe ich etwas aufgeatmet. Denn ich bin es auch nicht. Doch ich habe das Gefühl, dass ich nur von Perfektionisten umgeben bin. Und das macht mir manchmal oder sogar ziemlich oft Druck.
    Vielen Dank für diese Zeilen. Die haben gut getan, mir die Augen geöffnet.

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