Mittwoch, 27. Januar 2016

to be defined

Gerade als ich meine Gedanken nicht in Worte fassen konnte, veröffentlicht Jhene Aiko ein Song, dass so ziemlich gut unsere Generation Y zusammenfasst. "Bitches and Hoe's". Über die Gefühlslosigkeit, Ausnutzen und die Leere, die man in den Körpern anderer Menschen sucht. Was suchen wir eigentlich und wieso können sich die Menschen unserer Generation nicht mit weniger zufrieden geben. Warum sind so viele Gefühlskalt? Und warum kämpft man gegeneinander als für den Gegenüber? Warum ist es so leicht geworden per Whatsapp schluss zu machen? 
Ich fühle mich manchmal wie ein Krieger meiner selbst. Manchmal sogar wie ein fremder Organismus in dem System. Ich werde bestraft wenn ich meine Gefühle öffne und doch mache ich es gegenüber einer fremden Masse. "Es ist toll, wie du dich in allen Facetten zeigst, insbesondere deine Gefühle." 
Und dann fühle ich mich fremder in diesem Universum. Wo landen wir, wenn wir dafür gelobt werden, dass man sich mal von der Masse abhebt weil man Gefühle zeigt. Ist das nicht normal? 
Ich habe es satt in einer Welt zu leben, regiert von feigen "bitches und hoe's". Menschen die sich als etwas besonderes sehen, wenn sie Menschen nach rechts swipen, sie durchnehmen und wegschmeißen. Was ist das für eine Gesellschaft. Sind unsere Gefühle nicht das, was uns Tieren gegenüber "überlegen" macht. Aber sie leben trotzdem triebgesteuert. Macht. Sex. Individualität. Ruhm. Selbstdarstellung. Ein ewiger Teufelskreis in einem System voller Menschen, die länger auf ihre Screens starren als in die Augen anderer Menschen. 
Egoismus ist zerstörend. Es ist selbstzerstörerisch. Es zerfetzt dich und deinen Charakter. Ich möchte in einer Welt leben, wo es normal ist zu interagieren. Verletzen und verletzt zu werden aber zu einander zu stehen. Zu verzeihen und um Vergebung zu bitten. Es ernst zu meinen und zu sagen was man fühlt. Es sein zu lassen und die Leere mit Leben zu füllen. Sich in einem Raum voller fremden Menschen, mystischen Geschichten zuzuhören. Und nicht beschämt ins halb volle Glas zu blicken. 
Ich will nicht mit dressierten Menschen im Zirkus auftreten, ich will aber in das Universum blicken und das mir jemand sagt, was er dort sieht und nicht mit mir über die Wetter redet, während ein Stern im Weltall explodiert.
Ich bleibe so wie ich bin. Verletzlich, stark und mit dem Herz auf der Zunge. Denn wer ist schon auf die Welt gekommen um langweilige Gespräche zu führen, unötige Interaktionen zu haben. Wer ist schon gern eine Marionette seiner selbst?





Kommentare:

  1. wundervolle Bilder, ich bin immer wieder überwältigt wie toll all deine beiträge sind.

    xx www.selinsfashiondiary.blogspot.de

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  2. Du bist eine schöne Person Mehtap :) mich würde gern interessieren wie groß du bist ?

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  3. Heute war wieder eines dieser Tage "viel im Kopf". Du bringst all meine Gedanken auf dem Punkt..Danke dafür!
    Liebe Grüße Ümi
    http://traveldiaryab.blogspot.de/

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